Therapie bei Angststörungen in Berlin – Hilfe bei Angst und Panik

Manchmal schleicht sich Angst in den Alltag ein, sodass man kaum bemerkt, wie sehr sie das eigene Leben bestimmt. Man meidet bestimmte Situationen, grübelt nachts, fühlt sich in Gesellschaft unter Beobachtung – und fragt sich irgendwann: Ist das noch normal oder ist es eine Angststörung? Brauche ich Hilfe?
Angst ist zutiefst menschlich. Doch wenn sie sich ausweitet, einschränkt und dauerhaft erschöpft, verliert sie ihren schützenden Sinn. Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen – gemeinsam.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Berlin-Friedrichshain begleite ich Menschen mit Angststörungen: ob soziale Angst, generalisierte Angststörung oder Panikstörung. Ich biete zeitnahe Termine – ohne lange Warteliste.
Angststörung erkennen: Formen und Symptome
Soziale Angst: der Blick der anderen
Sie bereiten sich auf ein Gespräch vor, bevor es stattfindet. In Gruppen beobachten Sie sich selbst, als würden Sie von außen zuschauen. Das Herz klopft, die Stimme zittert — und hinterher kreist der Kopf um alles, was Sie hätten besser sagen können. Soziale Angst zieht sich wie ein unsichtbarer Faden durch den Tag.
Generalisierte Angststörung: das Karussell der Sorgen
Die Gedanken hören nicht auf. Was, wenn dem Kind etwas passiert? Was, wenn man die Stelle verliert? Was, wenn man eine Krankheit hat, die noch keiner erkannt hat? Generalisierte Angststörung erschöpft, weil das Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft ist — auch ohne konkreten Auslöser.
Panikstörung: wenn der Körper Alarm schlägt
Das Herz rast plötzlich, die Brust wird eng, Schwindel — und der Gedanke: „Ich sterbe gerade, oder ich werde verrückt.“ Panikattacken kommen oft ohne Vorwarnung und hinterlassen eine tiefe Erschöpfung und die Angst vor der nächsten Attacke. Diese Angst vor der Angst ist es, die den Alltag langfristig einschränkt. Dabei ist eine Panikstörung eine der am besten behandelbaren Angstformen.
Agoraphobie: Angst vor Orten ohne Sicherheit
Die Angst entsteht in Situationen, aus denen ein Rückzug schwierig erscheint — etwa in Menschenmengen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf weiten Plätzen. Betroffene fürchten, im Notfall keine Hilfe zu bekommen oder nicht entkommen zu können. Häufig werden diese Orte zunehmend vermieden, was den Lebensradius stark einschränken kann. Agoraphobie tritt oft zusammen mit Panikattacken auf, kann aber auch eigenständig bestehen.
Ursachen von Angststörungen verstehen
Angst ist zunächst eine sinnvolle und lebenswichtige Reaktion. Sie hilft uns, Gefahren zu erkennen und schnell zu handeln. Bei einer Angststörung verselbstständigt sich dieses System jedoch: Die Alarmreaktion wird auch dann aktiviert, wenn objektiv keine Bedrohung besteht oder sie unverhältnismäßig stark ausfällt. Die Entstehung von Angststörungen lässt sich am besten durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren erklären.
Biologische und genetische Einflüsse
Ein Teil der Anfälligkeit für Angst ist biologisch bedingt. Studien zeigen, dass Menschen unterschiedlich sensibel auf Stress reagieren. Eine erhöhte Aktivität in bestimmten Hirnregionen, insbesondere im sogenannten Angstnetzwerk (z. B. Amygdala), kann dazu führen, dass Bedrohungen schneller wahrgenommen werden. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: Wenn nahe Angehörige unter Angststörungen leiden, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, selbst betroffen zu sein.
Lernerfahrungen und Konditionierung
Angst kann erlernt werden. Wenn eine Person beispielsweise in einer bestimmten Situation eine intensive Angst erlebt, kann das Gehirn diese Situation mit Gefahr verknüpfen. In der Folge wird sie künftig vermieden. Diese Vermeidung reduziert kurzfristig die Angst, stabilisiert sie jedoch langfristig. Auch indirektes Lernen – etwa durch Beobachtung oder durch warnende Erfahrungen anderer – kann zur Entwicklung von Ängsten beitragen.
Kognitive Faktoren
Die Art und Weise, wie wir Situationen bewerten, beeinflusst maßgeblich unser Angstempfinden. Menschen mit Angststörungen neigen dazu, Gefahren zu überschätzen und ihre eigenen Bewältigungsmöglichkeiten zu unterschätzen. Typisch sind Gedanken wie „Ich schaffe das nicht“ oder „Das wird schlimm ausgehen“. Diese inneren Überzeugungen verstärken die körperliche Alarmreaktion und halten die Angst aufrecht.
Stress und belastende Lebensereignisse
Anhaltender Stress, Überforderung oder einschneidende Lebensereignisse können das Gleichgewicht des Nervensystems nachhaltig beeinflussen. Verlust, Trennung, Krankheit oder beruflicher Druck können dazu beitragen, dass sich eine erhöhte Grundanspannung entwickelt. In solchen Phasen wird das Angstsystem empfindlicher und reagiert schneller.
Psychodynamische und emotionale Faktoren
Aus psychodynamischer Sicht kann Angst auch mit inneren Konflikten oder unverarbeiteten Erfahrungen zusammenhängen. Gefühle wie Unsicherheit, Kontrollverlust oder ungelöste Beziehungserfahrungen können sich in Form von Angst ausdrücken. Häufig ist die Angst dann nicht nur auf die aktuelle Situation bezogen, sondern hat tiefere emotionale Wurzeln.
Aufrechterhaltende Faktoren
Neben den Ursachen spielen auch Mechanismen eine Rolle, die die Angst langfristig stabilisieren. Besonders wichtig ist dabei das Vermeidungsverhalten: Wer angstauslösende Situationen meidet, erlebt kurzfristig Entlastung, bekommt jedoch keine korrigierende Erfahrung. Auch ständiges Grübeln, körperliche Selbstbeobachtung oder das Einholen von Rückversicherung können die Angst verstärken.
Fazit
Angststörungen entstehen selten durch eine einzelne Ursache. Vielmehr handelt es sich um ein Zusammenspiel aus biologischen Voraussetzungen, individuellen Lernerfahrungen, Denkweisen und aktuellen Lebensumständen. Dieses Verständnis ist wichtig, denn es zeigt: Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein nachvollziehbares Ergebnis innerer und äußerer Prozesse – und damit auch grundsätzlich veränderbar.
Angst oder Angststörung – wo ist der Unterschied?
Angst ist eine gesunde, lebensnotwendige Emotion. Sie warnt uns vor Gefahr, schärft die Sinne und mobilisiert Kräfte. Eine Angststörung liegt vor, wenn die Angst:
- ohne reale oder verhältnismäßige Bedrohung auftritt,
- anhaltend oder wiederkehrend ist,
- das tägliche Leben, die Arbeit oder Beziehungen einschränkt
- und mit merklichem Leidensdruck verbunden ist.
Angststörungen sind mit einer Lebenszeitprävalenz von etwa 15–20 % eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Das bedeutet auch: Sie sind gut verstanden — und sehr gut behandelbar.
Körperliche Symptome der Angststörung
Angst ist nicht nur ein Gedanke. Sie manifestiert sich im Körper — durch das vegetative Nervensystem, das bei wahrgenommener Gefahr automatisch reagiert.
Häufige körperliche Symptome sind:
- Herzrasen oder Herzstolpern
- Engegefühl in der Brust
- Kurzatmigkeit oder Hyperventilation Schwindel oder Benommenheit
- Kribbeln in Händen oder Beinen
- Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden Schwitzen, Zittern
- Schlafstörungen
- Muskelanspannung, Nackenschmerzen
Wenn körperliche Symptome plötzlich und intensiv auftreten, wird dies als Panikattacke bezeichnet. Panikattacken sind zwar sehr unangenehm, aber körperlich harmlos — ein wichtiges Wissen, das in der Therapie früh vermittelt wird.
Wichtig:
Beim ersten Auftreten starker körperlicher Symptome empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung, um organische Ursachen auszuschließen (Schilddrüse, Herz).
Selbsthilfe bei Panikattacken und akuter Angst
Wenn eine Panikattacke auftritt, fühlt es sich oft so an, als gäbe es keinen Ausweg. Umso wichtiger ist es, einfache Strategien zu kennen, die im akuten Moment helfen können.
1. Atmung regulieren
Versuchen Sie, langsam und bewusst zu atmen. Besonders hilfreich ist es, länger auszuatmen als einzuatmen. Das signalisiert dem Nervensystem, dass keine akute Gefahr besteht.
2. Den Körper spüren
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Körper: Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden, drücken Sie die Hände gegeneinander oder berühren Sie bewusst Gegenstände um sich herum. Das hilft, wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
3. Gedanken einordnen
Auch wenn die Angst sehr real wirkt: Erinnern Sie sich daran, dass es sich um eine vorübergehende Reaktion handelt. Sätze wie „Das ist eine Panikreaktion, sie geht vorbei“ können stabilisieren.
4. Nicht fliehen, wenn möglich
Der Impuls, die Situation sofort zu verlassen, ist verständlich. Langfristig kann Vermeidung die Angst jedoch verstärken. Wenn es möglich ist, bleiben Sie einen Moment in der Situation und beobachten, wie die Angst wieder abklingt.
5. Nach der Attacke für sich sorgen
Panikattacken sind anstrengend. Gönnen Sie sich danach Ruhe und gehen Sie freundlich mit sich um, statt sich für die Reaktion zu kritisieren.
Wenn Panikattacken häufiger auftreten oder den Alltag einschränken, kann es sinnvoll sein, die Ursachen gemeinsam in einer Psychotherapie zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Angst zu entwickeln.
Therapie bei Angststörungen in meiner Praxis in Berlin-Friedrichshain
In meiner Praxis gibt es keine Schablone für die Behandlung von Angststörungen. Was Ihnen hilft, ergibt sich aus dem, was Sie mitbringen — Ihrer Geschichte, Ihren Mustern, Ihrem Körper. Mein Ansatz ist humanistisch und beziehungsorientiert — kein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Programm, sondern eine Arbeit, die Sie als ganzen Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers
Viele Menschen mit Angst haben gelernt, ihren eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu misstrauen. In einem Raum echter Wertschätzung — ohne Bewertung, ohne vorgeschriebene Richtung — können sie beginnen, sich selbst wieder zu vertrauen. Veränderung entsteht oft nicht durch Erklärungen, sondern durch das, was im Gespräch direkt erlebt wird. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist auch das Verstehen von Vermeidungsmustern — denn Angst wächst oft dort, wo wir ihr dauerhaft ausweichen.
Ego-State-Therapie
Angst hat oft einen inneren Anteil, der schützen will — manchmal auf eine Weise, die heute nicht mehr passt. Die Ego-State-Therapie ermöglicht es, diese Anteile zu verstehen, mit ihnen in Dialog zu treten und alte Schutzstrategien behutsam zu verändern. Besonders hilfreich, wenn Angst tief verwurzelt ist oder mit frühen Erfahrungen zusammenhängt.
NLP (Neurolinguistisches Programmieren)
NLP stellt konkrete Techniken bereit, um automatische Reaktionsmuster bewusst zu machen und neue innere Ressourcen zu erkunden. Als ergänzendes Werkzeug kann es helfen, im Moment der Angst handlungsfähiger zu bleiben.
Atemübungen und Körperarbeit
Angst lebt im Körper — und lässt sich auch über den Körper regulieren. Einfache Atemtechniken — zum Beispiel das bewusste Verlangsamen des Ausatems — aktivieren das parasympathische Nervensystem und senken die Stressreaktion nachweislich. Diese Techniken erlernen Sie so, dass Sie sie jederzeit selbst einsetzen können.
Für wen ist dieses Angebot geeignet?
Dieses Angebot richtet sich an Erwachsene, die unter Angst leiden und psychotherapeutische Unterstützung suchen — unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose besteht oder nicht.
Ich arbeite als Heilpraktikerin für Psychotherapie auf Selbstzahlerbasis. Das bedeutet: keine Krankenkasse, keine Bürokratie, kein Eintrag in der Patientenakte. Dafür zeitnahe Termine — meist innerhalb weniger Tage.
Ich spreche Deutsch, Russisch und Belarussisch — und biete Therapie in allen drei Sprachen an. Für viele Menschen ist es ein entscheidender Unterschied, in der eigenen Muttersprache über das zu sprechen, was sie wirklich bewegt.

Der erste Schritt ist oft der schwerste.
Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir – in einem unverbindlichen kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, was Ihnen helfen kann.




